ofart aktuell

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zürich 2 2.4.15 nchr

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Auf Ostern: “eaufart”:

Die Entstehungsgeschichte

Seit Sommer 14 drückte frappant mehr Wasser als sonst aus dem Lindenhof-Gemäuer und dies nicht nur bei Regenwetter. Die Ableitung des Wassers wurde zum Problem, man konnte es schliesslich nicht einfach die stark frequentierte Fortunagasse runterlaufen lassen.

Im Zusammenhang mit den Kunst-Inszenierungen in den Baarer-Höllgrotten lernte ich Georg Wyssling kennen, seines Zeichens Geologe im Auftrag der Wasserwerke Zürich. (Zürich hat vor über 100 Jahren die dortigen Wasserrechte – viel zu billig nach Ansicht der Nativ-Bevölkerung – erworben.) Ich bat ihn um Rat.

Seine Recherchen führten zu folgendem überraschenden Ergebnis:

Das enorme Gewicht des damals installierten Hafenkranes – der Quai war nie und nimmer für derartiges gebaut worden – führte in einer Art Giigampfi(Schaukel)-Effekt zu einem Rückstau der Abflüsse der beiden Lindenhof-Brunnen. Auf meinen Einwand, dass der Hafenkran nunmehr entfernt worden sei meinte er, dass sich Sedimente, welche normalerweise ausgeschwemmt wurden, gesetzt haben werden und sich demzufolge der Stau nicht oder zumindest nicht sofort auflösen würde: Kleine Ursache, grosse Wirkung.

Nun: Ich konnte das Wasser (einige Dutzend Liter in der Stunde) nicht weiterhin über die Gasse in den Gulli laufen lassen (Eisgefahr im Winter). Ausgehend von der Tatsache, dass der Lindenhof-Hügel ein von den Gletschern geformter Muränenhügel ist, demzufolge porös, machten wir eine fette Drainage-Bohrung im 45 Grad-Winkel. Doch schon nach wenigen Zentimetern brach der Bohrer ins Leere durch, einige Steine polterten nach. Wir wurden gewahr, dass sich schräg unterhalb der ofart-iGalerie eine grössere, mit Wasser gefüllte Kaverne befinden muss!

Momentan wird der Einstieg erweitert, damit Taucher gefahrlos die Hohlräume erforschen können. Ob es von den Römern oder nachfolgenden Siedlern angelegte Zisternen sind, oder natürlich entstandene Höhlen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend beurteilt werden. So oder so dient nun der so entstandene See zur eleganten Navigation mit einem Cursor-Böötchen zwischen den Animationen und Videoclips im ofart, neu eaufart.