Schlierefäscht 2019

 

Wolkenprojektor

Sehr geehrter Herr Wild

Jürg Wildermuth hat mich anlässlich eines Festes bei mir in der Werkstatt den Tipp gegeben, Ihnen Dokus zu schicken über den Andreoli-Spitlight, welchen ich unter meine Fittiche genommen habe: Vieleicht ist er einsetzbar am Schlierefäscht 2019.

 

Unser seit 2013 bestehender Verein Andreoli-Spitlight bezweckt Erhaltung und nachhaltiger Betrieb des 1955  in Luzern vom Tessiner Ingenieur Gianni Andreoli erbauten Wolkenprojektors.

In den letzten Jahren wurde der Andreoli-Spitlight geputzt und – soweit in Fron-Arbeit möglich – in Betrieb genommen. Mechanisch und elektrisch ist er in einem guten Zustand. Er dreht, die Ventilatoren röhren und er speit Licht, allerdings nicht mit den ursprünglichen 375’000 Lumen (!!!), sondern mit einer kleinen Ersatzleuchtquelle, um den Strahlengang demonstrieren zu können.

Der Andreoli-Spitlight ist kein putziges Häuschen, kein verwittertes Denkmal, sondern war gebaut worden, um mit tausenden von Menschen zu kommunizieren. Und das soll er wieder.

Anfangs beurteilten wir die Umrüstung auf handelsübliche Hochleistungs-Videoprojektoren als am erfolgversprechendsten. Dominik Landwehr – danke Dominik, für Deine Kritik bin ich Dir immerundewig dankbar – vom Migros-Kulturprozent meinte jedoch, dass dies den Charakter vom Andreoli Spitlight massiv verfälschen würde.

Also zurück zum Start und eine neue Lösung suchen: Der Umlenkspiegel wird in einzelne, elektrisch bewegbare X/Y-Motorspiegel aus der Laser-Technik aufgeteilt.

Diese Spiegel-Matrix von 10 x 10 Spiegelchen ermöglicht nicht nur Pixel-Grafik, sondern durch Überlappung sogar Bilder mit Grauwerten. Mit der Spiegel-Matrix geht kein Licht verloren, die volle elektrische Leistung wird in Licht umgesetzt.

Wie gesagt, alles was mit Manpower erledigt werden konnte ist gemacht; nun sind Fördergesuche an alle einschlägigen Institutionen gestellt worden. Eine Einladung von Ihnen an ein so grosses Fest (Absichts-Erklärung) wirkt naturgemäss motivierend auf Geldgeber.

Helfen Sie bitte mit, dass dieses industrie-historische High-Light schweizerischer Ingenieurskunst erhalten bleibt. Danke.

Mit andreolischen Grüssen

Mark Ofner unknown.tiff

Präsident gemeinnütziger Verein “Andreoli-Spitlight”

076  384 13 14      info@markofner.ch

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Gigantischer Gobo-Projektor in Space Shuttle-Form, drehbar auf einem Bedford LKW-Chassis

Vergrösserungsfaktor: 27’000’000 (27 Mio)

Projektionsdistanz: bis 6 km, ergibt Bildgrösse 833 x 833 m

Leuchtmittel: Lichtbogen 16 kW, 375 000 Lumen (Wasserkühlung)

Masse (B x L x H):  2.24 x 13.6 x 3.6 m über alles, Gewicht 14 t

Vergangenheit:

1954 bis 55 erbaut von Gianni Andreoli aus Luzern

1956 Einsätze Winterolympiade, Holland, Monaco, Schweiz

1957 bis 67 versteckt in stillgelegtem Bergwerk in Italien

1967 Einsatz an Expo

1968 bis 81 deponiert in Schuppen/unter freiem Himmel im Luzernischen

1982 TV DRS-Beitrag von Mani Hildebrand

1983 Geschenk von Gianni Andreolis Witwe an Technorama Winterthur

1985 bis 86 restauriert von STV Winterthur (über 4000 Stunden Fronarbeit)

1987 Einsätze Pilatus, Bern, Wetzikon, Winterthur, St Gallen, Schaffhausen

1988 bis 2005 Spielgerät für Kinder vor dem Technorama

2005 letzter Einsatz zu Testzwecken

2006 eingelagert in Halle in Winterthur

2015 überführt in die Obhut vom Verein “Andreoli-Spitlight” und präsentabel gemacht

Besonderes:  1985 Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde als weltgrösster Projektor

Status: Nationales industrie-historisches Kulturgut

Einige der Möglichkeiten, die sich mit dem Andreoli-Spitlight ergeben würden:

– Sekundengenaue Zeitanzeige

– “Analog-Uhr”

– Ziffern

– Count-down

– Logos

– statisch

– animiert

– Text-Mitteilungen

– fix

– blinkend

– drehend

– Laufschrift

– Grafiken

– Piktogramme

– Verkoppelung mit Musik

– live (beispielsweise kann jede Taste eines Pianos direkt mit einem Lichtpunkt verbunden   werden)

– vorprogrammiert

– Projizieren von SMS, E-Mails usw

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Dann habe ich noch weitere – bestehende – High-Lights im Angebot:

Märli-Jukebox mit 17 Kanal-Ton! Basierend auf unzähligen 8 Kanal-Beschallungen entwickelte ich für das Verkehrshaus Luzern ein System mit zwei 8er-Ringen unten und oben plus einem Center-Lautsprecher hoch oben in der Mitte. Damit kann jeder Raum der Welt akustisch perfekt nachgebildet werden. Es stehen etwa 20 Märchen und mehrere Ton-Collagen zur Verfügung. Die Märchen können  automatisiert ablaufen oder abrufbar via Druck-Tasten. Nicht nur Kinder haben ihre helle Freude daran, wenn die Fee um sie herumsaust.

Muss im Freien aufgestellt werden auf einem Platz oder Wiese von mindestens 20 m Durchmesser mit Sitzgelegenheit im Zentrum.

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Gross-Morloge, eine Uhr aus Licht. Die Morloge ist eine – von mir entwickelte und patentierte – Zeitanzeige aus nur 12 Multicolor-Leuchtquellen. Stunden, Minuten und Zifferblatt sind verschiedene Farben zugeordnet. Um nicht nur auf 5 Minuten genau die Zeit anzeigen zu können, rotiert die Minuten-Anzeige entsprechend den zusätzlichen Minuten. Verschiedenste Bauformen sind möglich, von der Armbanduhr bis zum Hochhaus.

Bei Ihnen stelle ich mir eine Morloge in klassischer Form vor am Hauptplatz. (Siehe Fotomontage)

Die Morloge zeigt 23 h 05 an. Wie Sie sehen ist das Prinzip eigentlich simpel und intuitiv: Rot ist für den Stundenzeiger, grün für die Minuten, das Zifferblatt ist blau und wenn Stunden und Minuten auf gleicher Position sind – bei 13 h 05 beispielsweise – leuchtet es gelb (Mischfarbe rot/grün).

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Selbstverständlich ist eine Fix-Installation durchaus realisierbar. Da die Morloge nur elektrisch funktioniert, sind baulich keine Grenzen gesetzt, einzige Bedingung ist Nordseite. (Damit nicht ein Fiasko passiert wie am BHF St. Gallen, wo die Zeitanzeige im Sonnenlicht ersäuft.) Wobei eine Morloge mit mechanischen Jalousien so oder so funktioniert.

Zugleich wäre dies die grösste Uhr der Schweiz mit einem Durchmesser von mehr als 15 m! An sich könnte auch das ganze Haus zur Morloge umfuktioniert werden. Bei der Elektromaterial AG beispielsweise mal das ganze Haus über Weihnachten/Neujahr und auf dem Hardturm-Areal hatten wir mal eine mit 100 m Durchmesser aufgebaut.

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